Mit Fördermitteln des Landes NRW begann im September 2002 die Renovierung. Weitere großzügige Finanzierungsmittel bewilligte die “NRW Stiftung Naturschutz, Heimat und Kulturpflege” die “Deutsche Stiftung Denkmalschutz” und das “Amt für Agrarordnung”. Mit vielen Arbeitsstunden und Spendenmitteln übernahm die Initiative einen erheblichen Anteil der Finanzierung.

Das Haus wurde vollkommen entkernt und nach den erkennbaren Befunden wieder hergestellt. Neben der rekonstruierten nördlichen Giebelwand bekam es wieder einen SpitzgiebeL Die alten Deckenbalken sind nun wieder sichtbar und erfüllen trotz gestiegener Sicherheitsanforderungen auch nach 500 Jahren ihre Funktion. Vorgefundene Reste eines sogenannten “Tudorfer Pflasters” wurden neu verlegt. Bei Erdarbeiten in der Scheune kam ein überwölbter Brunnenschacht, der möglicherweise als Zisterne diente, zu Tage. Eine begehbare Glasplatte ermöglicht nun einen Blick in den 2,2 m tiefen Schacht. Der Scheunenanbau wurde zu einem modernen, brandsicheren Treppenhaus ausgebaut. Die Beheizung erfolgt durch eine Wand- und Fußbodenheizung, deren Gastherme in einem Technikraum im Dachgeschoss untergebracht ist. Auch der Keller ist wieder von Außen zugänglich. In einem zweiten Bauabschnitt wurde 2006 auch der Keller renoviert. Da der Boden Höhenunterschiede aufwies und die Säulenpostamente unter Bodenniveau lagen, hoben freiwillige Helfer in mühevoller Handarbeit den felsigen Boden ca. 50 Zentimeter tief aus und brachten den Aushub nach oben. So sind nun die Postamente voll sichtbar und es konnte hier ebenfalls eine Wand- und Fußbodenheizung installiert werden.

Die Nutzung

Seit der feierlichen Teileröffnung am 3. Juli 2005 steht das Erdgeschoss, seit 2007 auch der Keller, der Öffentlichkeit für Tagungen, Versammlungen, Feiern sowie der Initiative als Cafè zur Verfügung. Das Obergeschoss ist vom Kulturverein ART D Driburg angemietet, der die Räume für Seminare, Ausstellungen und drgl. nutzt. Die Stadt Bad Driburg hat die Bewirtschaftung und den weiteren Erhalt dieses mittelalterlichen Kleinods der “Initiative Historisches Rathaus Dringenberg e.V.” übertragen.

Das Historische Rathaus Dringenberg wurde 2002 vom Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) als “Denkmal des Monats Februar” gekürt, da es beispielhaft für ein kleinstädtisches, mittelalterliches Rathaus und einmalig im heimischen Raum sei.

K. Pape